Liebe Gäste, Freunde & Gönner.....

Liebe Gäste, Freunde & Gönner,

 

nachdem wir Euch am gestrigen 23. März informiert haben, dass wir kein Ostermenü-to-go anbieten, wird jetzt von der Regierung zurückgerudert, die zusätzlichen „Osterruhetage“ sollen angeblich wieder gekippt werden. Dies ist jetzt das beste Beispiel dafür wie es uns seit Ausbruch der Pandemie ergeht: null Planungssicherheit, null Perspektive, weder für unsere Gäste, Hochzeitsfeiern, Kinderkommunionen, Hotelgäste, MitarbeiterInnen noch für uns.

 

Jetzt möchten wir doch einmal ein Statement abgeben. Wie viele von Euch wissen, bin ich vor einigen Jahren mit meinen beiden Eseln Peach & Chilli von Gut Merödgen aus den Jakobsweg durch Deutschland, Belgien, Frankreich und Spanien gelaufen. Dies möchten wir nun vielen Politikern und Verantwortlichen empfehlen, denn es ist durchaus lehrreich.

 

Wie komme ich auf diesen Vergleich? Was kann man auf so einer Pilgerreise lernen? Als Erstes lernt man Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, mit allen Konsequenzen. Dann trägt man darüber hinaus die Verantwortung für die Esel. Unabdingbar ist, dass du dir selbst und die Esel dir bedingungslos vertrauen. Jetzt sagt man ja Eseln eine gewisse Sturheit nach, und tatsächlich ist es so, dass sie dir nicht einfach hinterherlaufen, sie haben ihren eigenen „Kopf“. Gefordert ist hundertprozentige Konsequenz, sonst wirst du niemals dein Ziel erreichen. Sie fordern es ein. Lässt du sie am ersten Grasbüschel am Wegesrand fressen, diskutierst du den ganzen Tag über jeden einzelnen Grashalm und kommst nicht weiter. Manchmal ist es hart, da du weißt, sie haben Hunger.

 

Es ist vergleichbar mit der Kindererziehung oder auch mit der Mitarbeiterführung. Sie fordern es ein, du musst Ihnen den Weg weisen, hundertprozent konsequent sein, und wenn es gar nicht geht im übertragenen Sinne (und dies ist liebevoll gemeint), wie der Öcher sagt „ihnen in de Fott treten“.

 

Und wie verhält sich das mit dem Vertrauen? Vertrauen erlangst du nur durch hundertprozentige Zuverlässigkeit und Klarheit, dann überwinden sie mit dir die Pyrenäen, gehen mit dir durch reißende Flüsse. Umgekehrt ist das im Übrigen auch so. Du musst auch den Eseln vertrauen, denn sie wissen zum Beispiel, wann sie eine Pause brauchen, wann ihre Grenze erreicht ist. Sie passen auf sich und auch auf dich auf (wenn du es bis dahin noch nicht gelernt hast).

 

Und wie zeigt sich jetzt unsere Politik / Regierung? Wie ist das mit der Verantwortung? Wie ist das mit dem Vertrauen? Wie ist das mit der Konsequenz? Wie ist das, ein Land zu führen? Wie ist das, ein Land durch die Krise, die Pandemie zu bringen? Ich will mir nicht auf die Schulter klopfen, aber ich bin mir mittlerweile sicher, sie schaffen es mit unseren Eseln von unserem Gut Merödgen nicht mal bis zum Kreisverkehr in Inden.

 

Darüber hinaus wollte ich „Geduld üben“ (das Reisetempo richtet sich nach den Eseln, und du kannst dich auf den Kopf stellen und mit den Füssen stampfen: wenn sie nicht schneller gehen wollen, tun sie es auch nicht). Ich habe auf diesem Weg so einiges gelernt. Das mit dem „Geduld üben“ hat ehrlicherweise nicht so ganz geklappt. Und jetzt muss ich sagen: unsere Geduld ist am Ende.

 

Wir öffnen gerne wieder unser Restaurant und Hotel „Gut Merödgen“ ohne „Wenn und Aber“. Und nicht, wenn lediglich die Aussengastronomie geöffnet werden darf, wenn die Inzidenz es zulässt, wenn du einen negativen Test hast, wenn du einen Termin gebucht hast und wenn dann das Wetter auch noch mitspielt. Es ist für uns nicht möglich Einkäufe, Vorbereitungen und Mitarbeiterplanung nach dem Wetterbericht und unserer Regierung auszurichten. Deshalb ziehen wir jetzt unsere Konsequenzen: Unser Restaurant bleibt vorerst geschlossen. Unser Hotel bleibt für Geschäftsreisende weiterhin geöffnet. Eure gebuchte Feier werden wir zuverlässig (sofern es erlaubt ist) für Euch ausrichten.

 

Wir wünschen Euch frohe Ostertage und hoffen sehr, Euch bald ohne „Wenn und Aber“ begrüßen zu können.

 

Frank & Patrick

Liebe Gäste, Freunde und Gönner,

 

wie sieht ein Restaurant-Besuch zu Corona-Zeiten in der Praxis aus?

  • Bitte desinfiziert Eure Hände.
  • Bitte tragt  Euch in die Registrierungsliste ein, welche auf Eurem Tisch liegt. Bitte unterschreibt, dass Ihr dieses Hygiene-Konzept gelesen habt.
  • Bitte macht  Euch bemerkbar, wir begleiten Euch zum Tisch.
  • Es gibt eine Sitzplatzpflicht.
  • Bitte tragt (bis zum Tisch) einen Mundschutz.
  • Bitte vermeidet Andrang (z.B. auf den Toiletten).
  • Bitte haltet, wenn Ihr Euch im Restaurant oder auf der Terrasse bewegt, mindestens 1,5 Meter Abstand und tragt einen Mundschutz.
  • Es dürfen maximal 10 Personen an einem Tisch sitzen.
  • Bitte reserviert nach Möglichkeit.

 

 

Danke für Euer Verständnis.

Frank & Patrick

Frank's Gedanken zum Thema "Einsamkeit"..... 

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Patrick's Beitrag für Herz und Seele.....

Folgende Stellungnahme des Ulmer Verbandes der Gastronomie spiegelt unsere Sichtweise.

Sofortmaßnahmen gegen Massenarbeitslosigkeit und Geschäftssterben im Dienstleistungssektor
 
 
Jedem ist bewusst, dass diese Krise nicht vergleichbar ist mit allem was wir bis jetzt erlebt haben.
 
Jedem ist bewusst, dass wir, alle zusammen, etwas dagegen tun müssen.
Und wir tun es.
 
Wir folgen den Anweisungen der Regierung. Teilweise etwas zaghaft, aber das war die Regierung Anfangs auch.  
 
Wir schließen unsere Geschäfte. Wir schicken unsere Mitarbeiter nach Hause. Wir passen selbst auf unsere Kinder auf. Wir machen Homeoffice. Wir tun alles war nötig ist, um zu helfen… Aber mit einer Trauer, Fassungslosigkeit und teilweisen Resignation die bis vor kurzem nicht vorstellbar war. Weil wir schlicht nicht wissen wie es weitergehen soll.  
 
Wir hören von Kurzarbeitergeld, Finanzspritzen, Kredite, Steuerstundungen, uvm. Aber wann? Für wen? Und überlebt mein Betrieb das bis dahin?  
Es scheint, als ob die Entscheider in der Finanzkrise stecken geblieben sind und mit gleichen Mitteln die Viruskrise lösen wollen.  
 
Das ist keine Finanzkrise! Das hat nichts, rein gar nichts mit Banken und Börsen zu tun. Es geht um Menschenleben. Um das Leben vieler Bürger. Das Leben unserer Mütter, Väter, Omas und Opas. Das Werden wir auf keinen Fall riskieren, deshalb machen wir beim Shutdown mit. Aber das ist keine Finanzkrise!  
Diesmal geht es nicht einfach darum Liquidität bereit zu stellen, weil faule Kredite nicht zurückbezahlt werden… Aber das wird noch kommen, wenn wir so weiter machen.
 
Geschäfte, die noch bis vor zwei Wochen erfolgreich am Markt waren, sind geschlossen. Unverschuldet!  Gastronomen, Friseure, Freiberufler, Messebauer, Securitys, Hoteliers, Musiker, Schauspieler, Künstler, Einzelhändler, und, und, und. Wir schließen, weil die Regierung das sagt, nicht weil wir nicht erfolgreich am Markt waren.  
Wir haben nichts falsch gemacht. Wir haben gearbeitet, haben Mitarbeiter beschäftigt, haben uns tagtäglich den Arsch aufgerissen. Und jetzt das? Kurzarbeitergeld, Kredite, Steuerstundungen? Das ist eure Lösung? Diese Lösung ist perfekt für die Industrie. Da haben wir Erfahrung. Da funktioniert es. Macht es bitte dort.  
 
Doch die Industrie macht 24 % der Beschäftigten in Deutschland aus. Was ist mit uns? Den 75 Prozent im Dienstleistungssektor. Richtig gelesen. Fast 75 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland sind im Dienstleistungssektor. Und fast alle plagen aktuell Existenzsorgen.  
Alle von der Regierung bis jetzt beschlossene Maßnahmen helfen nicht uns zu retten geschweige dem die Angst zu überwinden, die Frustration, die vielleicht das noch größere Übel ist.  
 
Die Maßnahmen:
Kurzarbeitergeld: Bei einem Nettoverdienst von 1400,- Netto sind es 840,- € und viele Selbständige und Künstler haben noch weniger im Monat zur Verfügung. Und was ist mit den vielen Einzelunternehmern? Oder mit den kleinen Betrieben z.B. in der Gastronomie? Die Personalkosten machen normalerweise 30 - 35 % der Kosten aus. Was ist mit den übrigen 65-70 %? Wie soll das gestemmt werden. Ohne Hilfe in diesem Bereich wird das Kurzarbeitergeld zu Arbeitslosengeld 1. Garantiert.
 
Kredite: Bei aller Liebe. Wie sollen die denn zurückbezahlt werden? Warum machen wir uns da was vor? Auch das funktioniert nur bei größeren Betrieben. Die kleineren verdienen gerade so viel, dass sie sich ihr Leben leisten können. Die mittleren könnten dadurch zwar gerettet werden, aber um die Staatshilfen zurück zu zahlen werden wieder Menschen entlassen werden, den Wo soll man denn sonst einsparen? Das heißt in den nächsten Monaten: Arbeitslosengeld 1 & 2
 
Steuerstundungen: Steuern sind in den nächsten 3 Monaten nicht unser Problem. Wir werden die nächste Zeit eh keine zahlen müssen. Wir haben keine Einnahmen. Wir haben zu, schon vergessen?  
 
Natürlich sind alle Maßnahmen hilfreich. Wir möchten nichts davon schlecht reden, und bestimmt wird es einigen helfen. Aber das ist nichts neues und ganz sicher nicht der große Wurf, über den jeder Politiker gerne spricht.  
 
Wir brauchen aber den großen Wurf. Wir brauchen temporäre Soforthilfe und nicht viele kleine Maßnahmen, die die Lobbys untereinander ausmachen. Wir brauchen Zeit, und die können wir uns leisten. Wir haben das Geld dafür…
 
Wir brauchen eine schnelle, unbürokratische Lösung, die sofort wirkt.  Lasst uns tatsächlich jetzt für 6-8 Wochen alles zumachen. Auf Staatliche Anordnung. Dafür brauchen wir einen Fonds, der schnell und effizient allen sofort hilft. Schlussendlich eine „staatliche Betriebsschließungsversicherung“ die genau wie eine private Versicherung funktioniert. Das heißt:
Jahresumsatz abzüglich Wareneinsatz = Kosten- und Gewinnbetrag (Betriebsschließungssumme).
Das Ergebnis durch 365 Tage und dann mal 14 bei zwei Wochen Schließungsdauer oder 21 bei drei Wochen, usw.  Das würde einfach und sofort funktionieren.
 
Jeder Betrieb/Selbständiger bekommt einen Vordruck (Download) mit diesen Passagen und legt dazu seinen Jahresabschluss 2019 mit rein. Das Geld wird an den Arbeitgeber/Selbständigen überwiesen und es gibt sonst gar keine Bürokratie. Die Arbeitnehmer bekommen normal Ihren Lohn. Der Zulieferer sein Geld. Der Vermieter normal seine Miete. Nichts ändert sich. Der Staat muss sich um nichts anderes kümmern als diese eine Überweisung.  
 
Wir brauchen kein frisches Geld für die Banken, wenn jeder seinen Kredit bezahlen kann.
 
Wir brauchen kein Kurzarbeitergeld, wenn jeder seine Mitarbeiter bezahlen kann.
 
Es platzt keine Immobilienblase, wenn jeder seine Miete zahlen kann.
 
Ja, das kostet vielleicht 100 Milliarden, vielleicht 200 Milliarden, oder 500 Milliarden, aber das sind keine Kredite auf Kosten der nächsten Generation. Es sind Hilfen für die Menschen, die die nächste Generation großzieht
 
Das Ganze hätte noch einen sehr schönen Nebeneffekt. Wer bis jetzt sauber gearbeitet und nichts „schwarz“ gemacht hat, hat einen hohen Umsatz und einen geringen Wareneinsatz. Damit bekommt er die Hilfe, die er verdient. Wer schön, am Finanzamt vorbei, seine Kohle „schwarz“ gemacht hat, der bekommt auch nichts oder sehr wenig im Vergleich zu seinem tatsächlichen Umsatz. Solidarität würde sich endlich auszahlen.  
 
Schnelle Hilfe wäre so einfach.  
 
Das wäre der erste Schritt, dass jeder, wirklich jeder beruhigt nach Hause geht und damit hilft das sich das Virus nicht ausbreitet.
 
Wir hätten einfach 3 Monate gewonnen um uns um alles andere zu kümmern. Um zu besprechen wie dieses Land, sogar diese Welt nach dieser Krise aussieht. Dann können wir über Steuern, Kurzarbeit und Krediten sprechen ohne dass uns die Panik treibt. Fachlich, ruhig und kompetent. So wie es sein sollte.  
 
Überdenkt bitte die Schuldenbremse. Und vergisst dabei nicht: Das ist unser Geld. Wenn wir, sollten wir die Mehrheit darstellen, uns temporär Verschulden möchten, dann tut es.
Wir werden im Schnitt noch 20-30 Jahre arbeiten. Nehmt bitte eine 30-jährige Bundesanleihe auf. Die im Übrigen im Minuszinsbereich ist. Wir zahlen sie selbst ab.
 
Aber lasst uns bitte nicht unverschuldet arbeitslos werden.
 
Lasst uns nicht Konkurs gehen.
 
Helft uns jetzt, damit wir in ein paar Monate unser Leben normal weiterführen können.
 
Und bitte keine Debatte über Inflation. Seit 10 Jahren hören wir, dass wir Inflation brauchen. Das ist eure Chance. Nutzt sie diesmal für die Bürger, nicht für die Banken.
 
Ulmer Verband der Gastronomie

Gut Merödgen

Hotel - Restaurant - Café

Merödgenerstraße 29

52459 Inden

Tel: +49-2465-99440

info@gut-meroedgen.de

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